Hallo mal wieder^^

Mir geht es heute echt gut - und das nur, weil ich dieses Wochenende überaus produktiv war. Natürlich trauere ich dem fehlenden Schlaf und Zocken (nur 3 Tage "Harvest Moon: The Tale of two Towns" gespielt, anstatt 4-6, mein Zeitpensum T__T") nach, aber da ich echt abartig viel geschafft und dann sogar noch den Keller geputzt habe, bin ich echt zufrieden mit mir und der Welt X3

Aber ganz von vorne!


Da Cosplay nicht nur aus einem Kostüm und hübsch aussehen besteht, sondern ganz viel "Play" drinsteckt, darf natürlich auch die passende Waffe nicht fehlen, um angemessen posieren zu können. Die Waffe - hier der so genannte Love Guitar Rod - ist fast auch der einzige Grund, warum ich "Suite PreCure" cosplayen möchte. Die Outfits dieser Season sind zwar unglaublich hübsch und der Traum eines jeden kleinen Mädchens, doch mangelt es der Serie an wirklich guten Charakteren, bei denen ich nach 20 Sekunden sagen könnte "DIE muss ich cosplayen!".
Blau und Lila sind nicht so ganz meine Farben, schon gar nicht in der Kombination mit gelben Augen, aber all dies gerät in den Hintergrund, wenn ich nur an die Rockstar-Aura von Cure Beat kenne, die durch ihre Posingmusik und die Waffe zu Stande kommt (und ein kleines bisschen so idiotisch wie ich ist Seiren/Ellen/Beat ja auch), denn auch in mir steckt ein kleiner Rockstar, der nach oben strebt.

Jetzt denkt man sich natürlich: "Pretty Cure! Die Serie strotzt doch nur so vor Merchandising-Artikeln, warum kaufst du dir nicht einfach die Waffe?", doch ist die Antwort darauf ein kleines Dilemma, das ich euch am besten beschreiben kann, wenn ihr euch mal folgendes Bild anseht:


ZWERGENWAFFE!

Sehen wir es positiv: Endlich bin ich mal nicht zu klein, sondern zu groß! Ich könnte die Waffe als Ukulele benutzen, aber das würde doch recht albern aussehen und nicht gerade zur erwünschten Rockstar-Aura beitragen.

Somit ist also klar, dass der Love Guitar Rod nur selbst gebaut werden darf! Und weil ich so ein lieber Mensch bin und außerdem mein Ego ein bisschen beweihräuchern lassen will, werde ich euch nun anhand einiger Bilder zeigen, wie diese Waffe entsteht. Vielleicht lernt ihr ja etwas dabei. Oder nölt rum, dass meine Herangehensweise total falsch ist und gebt mir Tipps, wie ich in Zukunft Cosplaywaffen besser aufbauen kann <3

Freitag Abend, 9. Dezember 2011: Pappe, Klebeband und noch mehr Pappe!
Ich entschuldige mich hiermit für die wirklich schlechte Qualität der Fotos.
Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich im elterlichen Keller war (wo sonst könnte man auch rumsauen, ohne dass es jemanden stört!) und weder Digitalkamera, noch Maus dabei hatte. Ergo sind die Bilder mit der Webcam entstanden und oftmals meine haarigen Arme (XD) zu sehen!




Pappe hat man immer! Pappe ist billig und wird meistens als Müll weggeschmissen. Dabei ist Pappe so toll! Man kann sie prima als Grundform benutzen. Hierfür mussten Geschenkpapier- und Teppichrollen, sowie ein Kalenderrücken sterben, aber keine Kuscheltiere! (Dafür wurde aber ein altes Wattekissen teilweise entleert, um der hohlen Rolle innere Festigkeit zu verschaffen.)
Man schneidet also die Formen zu und lässt ordentlich Pappe um die Kontur stehen, die man dann einschneidet (immer kleine Dreiecke rausschneiden) und nach oben klappt. Das zweite Teil kommt spiegelverkehrt darauf und schließlich wird alles mit Paketklebeband fixiert.
(Ich vergrößere die Referenzbilder auf dem Bildschirm immer gerne auf Lebensgröße, damit ich nachmessen kann, wie die Teile werden sollen. Einfach, aber effektiv!)

Damit ich die Waffe multifunktional lassen kann (Cure Beat benutzt sie sowohl als defensive Gitarre, als
auch als offensiven Zauberstab)
, wurden die Röhren so gewählt, dass der Durchmesser der Herzkorpus-Rolle größer ist als der des Griffs. Und natürlich wurden die Rollen vorher flachgeklopft, da auch das "Original" nicht rund ist.

Die nächsten Schritte wurden auf Grund ihrer Schleimigkeit nicht dokumentiert. Jetzt wurde nämlich Tapetenkleister angerührt und reichlich alte Papierfetzen auf die Pappkonstruktion geklebt - und mit schmutzigen und pappigen Fingern kann man echt schlecht Fotos machen!

Hiermit oute ich mich: Die Papierfetzen sind alte Fanfictions, die ich zwischen 2002 und 2006 ausgedruckt und gelesen habe! Löbliche Geschichten von major, ssjumi, silverstar-aanti, [[pandorasbox]] und meiner Wenigkeit, die mich teils zum Schmunzeln (Major und Umi!), teils aber auch zum peinlichen Erröten bringen (nichts gegen meine tolle Mary-Sue!), während ich sie mit der Schriftseite nach unten in meine Cosplaywaffen einbaue. Ha, und ihr könnt nichts dagegen tun, dass Teile von euch in meinen Cosplays stecken >XD

Nebenbei wurden "alte" Cosplaywaffen (Hikarus Schwert aus Magic Knight Rayearth und Schwertkönig Jesso aus Silent Möbius) mit Gesso überzogen. Einen schlechten Wortwitz sparen wir uns an dieser Stelle!
Gute Nacht!

Samstag, 10.12.2011: Wir schleimen die ganze Nacht bis morgen früüü~h!



Wer findet die Unterschiede zwischen den beiden Bildern? Mal abgesehen von dem haarigen Arm wurden auf dem unteren Bild die Spitzen von Jesso und der Herzkorpus des Love Guitar Rod mit Pappmaché versehen.
Pappmaché ist toll.
Kann man schön draufspachteln und dann sind die Grate alten Fanfictionpapiers verschwunden. Dann noch schön die Finger befeuchten und weiter drauf rumschleimen, bis es richtig glatt sind. Und schließlich trocknet alles - bis Sonntag früh.

Und guckt mal, was noch passiert ist: Aus drei Cosplaywaffen in Arbeit wurden plötzlich vier! Der Bogen für Aka-Loli aus Saint October wurde aus erwärmtem Plastikrohr, Toilettenpapierrollen, einer Styroporkugel, zwei Gardinenringen, etwas Draht, etwas Aquaristikschlauch und natürlich Paketklebeband vorgeformt.

Ich bin mir sicher, dass spätestens jetzt bei _kamui_ der Aufschrei "Bauschaum" erfolgen würde, doch formulieren wir es einmal so, wie ich es als angehende Kunsthistorikerin tun sollte:
"Ich ziehe die Plastik der Skulptur vor!".
Skulptur = Rausnehmen.
Plastik = Aufbauen.

Heißt also, dass ich einmal versucht habe, mit Bauschaum zu arbeiten und kläglich daran gescheitert bin, weswegen ich jetzt lieber allerhand Müll zusammenpuzzele und dann durch Papierfetzen und Kleister die Form einarbeite. Und bei
"Kleinplastiken", wie ich sie mache, eignet sich mein Konzept wirklich hervorragend X3

Da ich der Perücke einen Extraeintrag widme, sobald sie vorzeigbar ist, machen wir nun einen Zeitsprung zum Sonntag!

Sonntag, 11.12.2011: Nach der Sintflut ist vor dem Aufräumen!

Immer noch viel zu tun!
Noch mehr Gesso!
Ich habe vier Stunden rumgewerkelt und dann endlich mal den Keller geputzt. Der hellblaue Acryllack riecht nach guten Erinnerungen. 2007, Mermaid Melody Pichi Pichi Pitch, erinnert sich noch jemand?


Auf dem unteren Bild seht ihr das Schulterteil für Hikaru. Das war letztes Jahr mein Probeteil, weil ich noch nie mit Pappmaché gearbeitet habe. Da fehlt jetzt noch der Schmuckstein (aus tollem Gießharz - meinen Ratgeber dazu findet ihr hier: Klick mich hart!) und das Goldband, aber wenigstens ging es mal voran. Und natürlich der mit Fanfictions überzogene Bogen für Aka-Loli. Bei nächster Gelegenheit ist die Spitze vom Love Guitar Rod dran und dann wird so viel Pappmaché angerührt, dass ich beide Sachen fertig machen kann. Nicht, dass mir vor lauter Ablenkung wieder die feuchte Masse in einer Tüte verschimmelt, wenn ich jetzt schon mit dem Spachteln des Bogens begonnen hätte, bevor ich dazu komme, die Grundform der Spitze zu modellieren!

Natürlich sieht der Love Guitar Rod noch nach nichts aus, aber wie sagt man so schön? "Gut Ding will Weile haben!" Schritt für Schritt werden dann aus Moosgummi und allerhand anderen Materialien die ganzen Kleinteile angefertigt und aufgeklebt / lackiert.
Wann will ich Cure Beat nochmal anziehen? Connichi 2012! Bis dahin sollte ich doch fertig werden^^

DIESER WEBLOGEINTRAG WIRD ERWEITERT, SOBALD ES ETWAS NEUES GIBT!

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren <3

Beat'em up with Cure Beat - Teil 2: Oberteil

6. Dezember 2011
von Anne Fa

Hallo mal wieder^^

UFF!
Wollte ich letzte Nacht nicht zeitig schlafen gehen? Im Endeffekt saß ich schon wieder bis zwei Uhr und habe die unteren Röcke neu gemacht. Die Bögen waren zu groß und das kann ich ja nicht so lassen. Außerdem stimmte der Umfang nicht, der war viel zu gering, um die Gesamtkonstruktion so aufzubauschen, dass sie trotz geringer Länge ein beträchtliches Volumen hat!

Da ich natürlich viel zu wenig weißen Stoff zur Verfügung hatte, aber mitten in der Nacht nicht mal einfach so zum Stoffladen gehen, noch verschwenderisch genug bin, alles komplett neu zu machen, habe ich also die beiden Tellerröcke zerstückelt, neue Bögen ausgeschnitten und mit Ani-samas Nähmaschine, die so lieb ist und bei Baumwollstretch nicht streikt, alles abgekettelt / appliziert.
Das hat gar nicht mal so lange gedauert! Eine Folge Akte X und alle Bögen waren fertig. Danach wurde der Spaß dann an einen neuen Tellerrock genäht, welcher nichts weiter als der kaputte Mini-Reifrock war. Die Makel wurden beseitigt und schließlich ein Tunnel eingenäht, in welchen ich eine ca. 1,50m lange Reifrockstange hineinfädeln konnte (auch ein Rest vom alten Reifrock!).
Schließlich beendete ich den nächtlichen Nähmarathon, indem ich Tellerrock und Faltenröcke wieder zusammenbrachte. Jetzt stimmt aber das Volumen! Und ich brauche ein paar Diskretions-Shorts in rein weiß, damit niemand mir vorhalten kann, dass man ständig mein Höschen sieht. Denn knapp 35cm Rock, der dann im Umnfang von 1,50m absteht, sorgen schnell für ungewollte Einblicke.

Doch jetzt zum Tageswerk von heute! Ich habe bis 11 Uhr geschlafen und dann erstmal einen leckeren Eisbergsalat mit Speckstreifen, Gurke und Käse gegessen <3
Frisch gestärkt machte ich mich also ans Werk und griff zielsicher nach dem Oberteilschnittmuster aus 6 Teilen plus Ärmeln. 6 Teile, weil bei Cure Beat die Vorderpartie unter der Brust weiß ist und es somit einfach ist, mit senkrechten Nähten / Abnähern zu arbeiten. Es wurde ein bisschen rumgefaltet und der obere Teil natürlich aus royalblau ausgeschnitten. Dann kamen die Ausschnitte vorne und hinten dazu (eine Fingerübung) und dann schnitt ich auch noch den ganzen anderen Rest aus, soweit ich den Stoff dazu hatte.

Hier seht ihr den Haufen an Zuschnitten, den ich heute gemacht habe! Ärmel gibt es vier Stück, zweimal Futter und zweimal Puffärmel, denn ich habe vor, diese mit Watte auszustopfen, damit die Form schön rund wird.
Fehlen tut jetzt noch eine Armrüsche, das Schleifenband der Poposchleife und natürlich der komplette Schuhüberzug. Von dem hellblauen Stoff habe ich nämlich nur einen Meter gekauft, weil ich im Internet nicht wusste, ob Farbe und Struktur passen. Und weil ich natürlich zu sparsam gedacht habe.
Also wurde heute gleich mal Nachschub bestellt, zusammen mit weißen Marabufedern für die Haarspange, Draht für die Rocksäume, Bastelkleber und einer Feldstaffelei (einfach, weil ich die schon immer mal haben wollte und auf 25€ Einkaufswert kommen musste, um meinen Geburtstagsgutschein einlösen zu dürfen!).




Das sieht jetzt natürlich auf dem letzten Bild sehr dürftig aus, aber wenn man bedenkt, dass ich heute fünf Stunden lang nur Stoffe versäubert habe, dann ist das trotzdem ein großer Fortschritt. Zudem ist es so, dass ich nicht mehr im heimischen Kelleratelier, sondern in Ani-samas und meiner Wohnung nähe, so dass ich an gleicher Stelle schlafen und leben muss, weshalb es mir wichtig war, die schmutzige Zuschneide- und Versäuberungsarbeit schnell erledigt zu haben, damit ich die ganzen ekligen Fusseln und Fäden gleich wieder wegsaugen kann X3

Jetzt gibt es erstmal Schnitzel mit Kartoffeln und Blumenkohl. Mal schauen, was ich morgen schaffe!

Vielen Dank fürs Lesen!


P.S.: Bei mir kann man wirklich vom Cosplays "ausscheißen" sprechen! Es wäre ja auch extrem frustrierend, wenn ich seit fünf Jahren fast nur Magical Girls cosplaye und dann immer noch über jeden Zuschnitt groß nachdenken müsste "XD

Beat'em up whit Cure Beat 1

5. Dezember 2011
von Anne Fa

Hallo mal wieder!

Ich bin ja gerade fleißig dabei, Cure Beat zu nähen. Ein Charakter, dessen Design ja mal so gar nicht zu mir passt, aber von der Waffe und der Persönlichkeit total meins ist <3


SCHRAWUMM!! Der Love Guitar Rod. Ein Magical Girl mit einer E-Gitarre. Denkt ihr, das lasse ich mir entgehen?


Farblich orientiert sich mein Kostüm aber eher an der kleinen Figur, die man auf der Connichi kaufen konnte:



Vom Grundaufbau her ist natürlich die TV Asahi Charakterzeichnung das prägende:


Diese Zeichnung kommt von der Haarfarbe am ehesten an die gekauften Perücken heran (bisher 3 Stück, weil ich die Basis verhauen habe!). Wie will man so eine Frisur realistisch nachmachen? Ich hoffe, ich finde eine Antwort, die mich zufriedenstellen kann!

Was die Schuhe angeht, muss ich natürlich etwas tricksen, damit ich nicht ganz so klein neben meinen Gruppenmitgliedern aussehe:


Und nein, ich fühle mich kein bisschen nuttig, denn es macht mich ganze 11cm größer <3
Nur das Laufen muss ich noch lernen, weswegen ich mir wohl bald ein zweites Paar High Heels kaufe, die einigermaßen alltagstauglich sind.
Das einzig peinliche an diesen Schuhen (die selbstverständlich noch entsprechend umgearbeitet und bezogen werden) war der Kauf. Zum Glück im Internet, doch war es mir dennoch unangenehm, mitten in der Vorlesung nach Nuttenstiefeln zu suchen, die bezahlbar waren. (22€, da kann man nicht meckern. Mehr sollte man für Schuhe, die man ohnehin nur so oft anzieht, dass man es an einer Hand abzählen kann, sowieso nicht ausgeben!)

Am Freitag, den 2. Dezember, ging es also los. Wieviele Faltenröcke hat Cure Beat übereinander? Vier Stück. Und dann nochmal zwei Tellerröcke - ich sterbe "XD

Samstag Nacht sah das ganze dann so aus:

Ich will mehr Volumen! In die Säume von hellblau und weiß gefaltet müssen unbedingt noch Drähte rein, da die Falten noch zu technisch fallen.
In den Tellerröcken unten drunter (man sieht leider nur die Zacken von einem, buhuu!) steckt viel zuviel Arbeit und sie sehen nicht gut aus. Also werde ich diese Woche nochmal den Bund abtrennen und die unteren Röcke mit mehr Volumen und kleineren Bögen nähen.
Nach der Figur stimmt die Anzahl der Bögen, in der Realität sieht das aber nach nichts aus. Und dass ich einen neuen 20cm-Petticoat für ganz unten drunter genäht habe, merkt man auch nicht, weil der Tellerrockumfang all das schöne Volumen zusammendrückt. (Ein Glück, dass MEIN Stoff gleich um die Ecke im Stoffladen käuflich zu erwerben ist, da kann ich das schnell korrigieren!)
Sollte es nach der Verbesserung immer noch nicht gut sitzen, dann muss wohl doch ein Reifrock drunter. Das möchte ich aber vermeiden. Ja gut, die Mädels haben in der Staffel weiße Shorts unten drunter, aber man muss dann doch nicht permanent mein Höschen sehen. Verdammte Realität "XD

Aber ansonsten... bin ich bisher ganz zufrieden, weil ich ziemlich exakt genäht habe.
Darauf lege ich wirklich viel wert: Nicht nur zu schauen, dass alles dran ist und die Proportionen halbwegs stimmen, sondern auch, dass man ein Foto in XXL-Vergrößerung anschauen kann und es dann trotzdem noch hübsch findet <3

Das war jetzt seit bestimmt einem Jahr mal wieder ein Eintrag von mir in diesem Weblog. Ich hoffe, das passiert jetzt wieder öfters!